Gramm Art Project (G.A.P.) - Live

G.A.P. am 25. Februar 2009 bei James Della Torre in Staufen

Dieses Mal sollte alles gut gehen, der Platz ausreichen und für Sicherheit gesorgt sein, um die lange Fahrt von Heidelberg in den Breisgau gut zu bewältigen. Wir liehen also ein Auto und umgingen so die Batterie-Problematik des letzten Gigs – und hoffentlich auch alle anderen Probleme dieser Art. Komfortabel ging es dann in zwei Volvos in den fernen Süden um im schönen Staufen bei James Della Torre unser Gastspiel zu geben. Wir fanden die „Martinsstube“ schnell, konnten wieder sehr zeitig mit dem Aufbau beginnen und die erste Hürde schien gut genommen. Zweierlei machte uns aber stutzig: Der geliehene „Top-Wagen“ hatte bei Ankunft einen praktisch platten Reifen. Die Bühne war keine und zudem mit einem kompletten Bandequipment bestückt. Wir fanden uns in einem sympathischen Lokal wieder, in dessen Ecke Raum für Sessions eingerichtet war. Und so, stellte sich heraus, war es auch gedacht, nämlich als entspannte Musik während sich das Publikum unterhalten und essen würde mit anschließender oder zwischenzeitlicher Session....
Diesmal gab es also viel Herausforderung an unsere Flexibilität. Wir räumten den Platz für unsere eigenen Instrumente, besprachen die neue Situation und hatten die Aufgabe ein rockendes Programm mit Verstärkten Instrumenten bei Zimmerlautstärke darzubieten. An diese äußerst moderate Voraussetzung erinnerte uns das Raumlicht jedes Mal, wenn Julian seinen 100Watt-Amp einschaltete. Dann gingen nämlich im Gegenzug die Lichter des Raumes aus.
Die gute Betreuung durch James – u. A. fantastisches Essen – und die schöne Atmosphäre des Raumes ließen uns dann aber reibungslos zum ersten Set aufbrechen, in Gefilde, die WIR jedenfalls nie zuvor gehört, geschweige denn selbst gemacht hatten. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten groovten wir uns jedoch ein, das Publikum bewies Toleranz, Freude und erstaunliche Kenntnis der Musik und der Abend wurde richtig gemütlich. Wenn auch manchmal vielleicht „grenzwertig“ laut (bin ja schließlich SCHLAGzeuger, kein Streicheltier). Nach dem ersten Set wurde uns dann auch ein wenig wärmer im Hinblick auf den Risikofaktor Autoreifen. Zwischenzeitlich war nämlich der ADAC-Mann da, der Reifen kontrolliert und zumindest auf gut Glück aufgepumpt. Es fragte sich nur noch, ob er bis zum Ende des Abends und dann noch 200 km vollbeladen nach Heidelberg schaffen würde. Auch hier bedankt sich die Band bei Publikum und Veranstalter, die uns für den Notfall Kost und Logis anbaten.
Das zweite Set gingen wir deutlich entspannter an, die Kommunikation mit dem Publikum führte sogar einige Gäste zu uns auf die Bühne, so dass aus unseren Instrumentals zwischenzeitlich „richtige Songs“ – ich zitiere bewußt anonym!!! – wurden und die örtlich kaum zu ziehende Grenze zwischen Bühne und Zuschauer sich auch in der Stimmung und Partizipation abzeichnete. Gastgeber James Della Torre riss sich sogar von der harten Arbeit los uns, viel zu kurz wie wir fanden, mit soulful Bluesharp zu unterstützen. Wir beendeten den Abend in Staufen mit positiven Resonanzen, zeitweilig stark vergrößerter Band und dem Ausblick auf ein weiteres Gastspiel – dann aber „normal laut“ im großen Saal. Staufen, „we´ll be back“. (Uli)


Eindrücke:











Seit 2011 ist aufgrund der hohen Nachfrage Gitarrenunterricht nicht nur in
Griesheim (bei Darmstadt) sondern auch wieder in Heidelberg möglich.