Gramm Art Project (G.A.P.) - Live

G.A.P. am 28. März 2009 im Café Haag in Tübingen

Es war ein ganz besonderer Auftritt: Wir fuhren jeder in einem anderen Wagen nach TÜ, jeder kam aus einer anderen Stadt – und es kam gar nicht jeder. Benni hatte sich die Woche zuvor am Finger verletzt und fiel folglich aus. Aber wir probten wacker und besannen uns auf den gemeinsamen Start, denn Julian, Thomas und ich haben vor einigen Jahren schon als Trio zusammengespielt. (so ähnlich wie Toto, die Studiocracks, kann man sich das vorstellen- nur ein Bisschen kleiner) Wir wussten zudem, dass das Café Hag ein kleiner Raum sein würde, ähnlich wie die Martinsstube in Staufen (siehe Bericht) und setzten alles auf die Kommunikationstrategie jenen Abends, bei dem das fantastische Publikum und die tolle Betreuung uns damals einen super Gig bescherten –der eine Fortsetzungfolge haben wird, siehe Termine-. Beides fehlte in Tübingen, das Publikum und die Betreuung.
So waren wir etwas irritiert, dass der Theken-Hiwi weder Lust hatte die P.A. einzurichten, noch sonderlich begeistert war, die Sofas von der Bühne zu tragen, noch sich in der Lage sah, Julian den vor ihm liegenden Lappen zu reichen –sah sich aber in der Lage lässig abzuwinken-, als wir verschüttete Apfelschorle von der Bühne wischen wollten. Aber wir sind ja zum Glück „selbst“ wie man so schön sagt. P.A. brauchten wir nicht, Sofas schleppten wir zeitig mit Andreeas Hilfe vor die Bühne und den Lappen stahl sich Julian dann einfach so von der Theke und störte unseren Nemesis nicht bei seinen Privattelephonaten. Ähnlich wunderlich ging es zu, als wir nebenan Essen gingen. Augenzeug(inn)en berichten, dass uns nachgestellt wurde um die Speisekarte auf ihre Preise zu untersuchen – in Tübingen ist man scheinbar akribisch, Kontrolle ist eben besser. Nicht kontrolliert hatte man jedoch den Eingang unserer Werbeplakate, die Julian sehr zeitig geschickt hatte, folglich gab es nirgends Werbung, niemand wusste von uns. Da die Fenster vor dem Auftritt mit schwarz foliertem Dämm-Material verklebt wurden, strahlte das Café von außen den Charme einer Bauruine aus und tatsächlich war um neun Uhr als das Konzert beginnen sollte außer uns und dem Thekenpersonal kein Mensch im Raum. Zwar gab es zwischenzeitlich guten Durchgangsverkehr, denn alle die ins Kino wollten mussten dort um acht vorbei, aber die saßen ja nebenan im Kinosaal. Unser Glück waren letztlich die Freunde von Florian und Lina, die spontan Freunde in der Stadt anriefen. Damit füllten sich zumindest die Sofas, die wie ein Bollwerk gegen Publikum vor der Bühne aufgetürmt waren und wir spielten nicht ganz allein. Das lief dann gut, machte Spaß und die vielen Bekannten sorgten für ein Bisschen private Atmosphäre. Wir danke Flo und Lina!
Zum Abschied gab´s dann noch eine kleine Überraschung als unser Betreuer neben einer Debatte ob der hohen Pizzarechnung (hätte jeder ein blankes Pizzabrot gegessen, wär´s natürlich günstiger gekommen) auch von jedem von uns Namen und Adressen haben wollte. Sein Chef –ein „Schäuble“ wie er meinte- wolle das so. Wir hätten´s vorher wissen müssen, der Hiwi hatte zwar den Trenchcoat abgelegt, aber den Schlapphut den ganzen Abend lässig ins Gesicht gezogen. Klarer Fall: Er war ein V-Mann vom Schäuble. Was bleibt?
Ein weiterer Auftritt, eine Erfahrung für die Biographie, ein Haufen Spritkosten und zwei Strafzettel zu je zehn Euro. Ach ja, und den Café Hag trinken wir in Zukunft wieder daheim. (Uli)


Eindrücke:







Seit 2011 ist aufgrund der hohen Nachfrage Gitarrenunterricht nicht nur in
Griesheim (bei Darmstadt) sondern auch wieder in Heidelberg möglich.